- Einblicke
Der Biermarkt in den Niederlanden: Ein Überblick für 2026
Im Jahr 2024 haben wir den Biermarkt in den Niederlanden analysiert. Werfen wir nun einen Blick darauf, wie sich die Lage im Jahr 2026 entwickelt hat. Mithilfe unseres Out-of-Home-Monitoring-Tools haben wir wichtige Erkenntnisse aus Bars, Cafés und Restaurants gewonnen.
Welche Biermarken sind am beliebtesten?
Seit unserer letzten Analyse hat sich an den führenden Biermarken in Bars/Cafés und Restaurants nichts geändert. Heineken (32,8 % Marktanteil), Hertog Jan (14,4 %) und Grolsch (8,2 %) dominieren weiterhin diese Segmente.
Was die Marktpräsenz angeht, hat Heineken seine Position weiter ausgebaut und im Vergleich zu 2024 um 3,2 Prozentpunkte zugelegt. Die Marke dominiert in allen Arten von Gastronomiebetrieben gleichermaßen: 36,0 % in Fast-Casual-Restaurants, 34,1 % in Restaurants mit geselligem Ambiente und 34,3 % in Bars. Dies deutet darauf hin, dass ihre Stärke eher auf einer breiten Verteilung als auf einer besonderen Segmentbindung beruht.
Hertog Jan und Grolsch verzeichneten hingegen leichte Rückgänge beim Marktanteil von -0,6 % bzw. -0,8 %.
Regionale Unterschiede zwischen den Provinzen
Natürlich hat jede Provinz ihre eigenen Vorlieben:
• In Limburg liegt Brand mit einem Marktanteil von 30,5 % an der Spitze, während Heineken nur 4,4 % erreicht .
• In Nordbrabant liegt Hertog Jan mit 23,2 % an der Spitze, dicht gefolgt vom lokalen Konkurrenten Bavaria mit 18,2 %.
• In Overijssel dominiert Grolsch eindeutig mit einem beeindruckenden 41.9%, was den höchsten Anteil aller Provinzen darstellt.
Wie wird Bier in Lokalen gelagert?
Eine wesentliche Neuerung gegenüber unseren früheren Daten ist die Fokussierung auf die Art und Weise, wie Bier gelagert wird.
• Small kegs (<30L) remain the most common format, recorded in 42.3% of establishments, followed by bottles with 32.2%.
• Keller findet man in der Regel in Lokalen, die eine größere Bierauswahl anbieten. Lokale mit einem Keller verfügen im Durchschnitt über 6,1 Zapfhähne, während es in Lokalen ohne Keller durchschnittlich 3,6 Zapfhähne sind. Diese Ausstattung ist häufiger in Bars und Cafés anzutreffen, auf die 40,4 % der Lokale mit Keller entfallen – was wahrscheinlich auf den im Vergleich zu Restaurants höheren Bierabsatz zurückzuführen ist.
Wie viele Zapfhähne gibt es in den Lokalen?
Die meisten Bars, Cafés und Restaurants verfügen über kleine Zapfanlagen: Am häufigsten sind 2–3 Zapfhähne (26 %), gefolgt von 4–5 Zapfhähnen (24 %). Eine beträchtliche Anzahl größerer Lokale (20 % mit 6 oder mehr Zapfhähnen) treibt den Gesamtdurchschnitt jedoch nach oben: Im Durchschnitt verfügen niederländische Lokale über 4,2 Zapfhähne.
Interessanterweise bieten Lokale, die Lindeboom oder Gulpener als Hauptpilsner führen, in der Regel eine größere Auswahl mit durchschnittlich 5,1 bis 5,3 Zapfhähnen. Dagegen verfügen Lokale, in denen internationale Marken wie Veltins (3,1 Zapfhähne) oder Moretti (3,3 Zapfhähne) im Vordergrund stehen, meist über ein kleineres Angebot, was auf eine eher auf das Essen ausgerichtete Positionierung hindeutet, bei der Bier eine untergeordnete Rolle spielt.
Schlussfolgerung
Der niederländische Biermarkt im Gastronomiebereich wird nach wie vor von starken nationalen Akteuren geprägt, wobei es einige bemerkenswerte regionale Ausnahmen gibt. Heineken baut seine Position landesweit weiter aus, doch die lokale Markentreue in Regionen wie Limburg, Nordbrabant und Overijssel zeigt, dass selbst der Marktführer seine Schwachstellen hat.
Gleichzeitig spaltet sich der Markt zunehmend. Die meisten Lokale arbeiten nach wie vor mit kompakten Anlagen mit zwei bis drei Zapfhähnen und kleinen Fässern, während ein wachsender Anteil (rund 20 %) in größere Anlagen mit sechs oder mehr Zapfhähnen und Kellersystemen investiert. Dies eröffnet den Marken unterschiedliche Möglichkeiten, je nachdem, auf welche Art von Lokalen sie sich konzentrieren.