Drei Trends im Foodservice-Markt, die man im Auge behalten sollte

Frau, die an einem Tisch im Freien eine Restaurantkarte liest

Nach mehreren schwierigen Jahren fand der Foodservice-Markt 2022 wieder Tritt. Auf der Horecava — der größten Foodservice-Fachmesse der Niederlande — dominierten drei Themen die gezeigten Lösungen: Bequemlichkeit, Gesundheit und Nachhaltigkeit.

Hier sind die drei Trends, die sich abzeichneten, abgeglichen mit dem, was unsere eigene Foodservice Database und Verbraucherforschung zeigen.

Wie wir die Daten erhoben haben: Die Verbraucherzahlen unten stammen aus einem Fragebogen, den 1.411 Nutzer der Roamler-App in den Niederlanden, Frankreich, Spanien und dem Vereinigten Königreich beantwortet haben. Die Betriebszahlen stammen aus unserer Foodservice Database.

1. Vegetarisch und vegan

Die pflanzenbasierte Bewegung war auf der Messe erneut nicht zu übersehen. Vegane Süßwaren, Snacks und Milchalternativen stießen auf anhaltendes Interesse, und Fleischersatz auf Basis von Jackfrucht und Algen wird zunehmend zum Standard. Der Stand, der die meiste Aufmerksamkeit auf sich zog, war Redefine Meat mit 3D-gedrucktem Fleisch auf Sojaproteinbasis.

Wir haben unsere Befragten gefragt, ob sie ein 3D-gedrucktes Steak in einem Restaurant bestellen würden. 42 % sagten Ja — eine bemerkenswerte Zahl für eine Produktkategorie, die zu diesem Zeitpunkt kommerziell kaum existierte.

2. Fast Casual

Fast Casual beantwortet eine spezifische Nachfrage: gesundes, gutes Essen, schnell verzehrt. Das Format liegt zwischen Fastfood-Ketten und Full-Service-Restaurants — Wagamama, SLA und Poképerfect sind die Referenzpunkte.

Unsere Datenbank zeigt, dass das niederländische Fast-Casual-Subsegment wächst: 3.688 Standorte, ein Plus von 544 gegenüber dem Vorjahr. Von diesen 544 Neueröffnungen sind 482 unabhängig und 62 gehören zu einer Kette — das Wachstum kommt überwiegend von Betreibern außerhalb der großen Gruppen.

Auf Verbraucherseite besuchen etwa die Hälfte der Befragten Fast-Casual-Betriebe bis zu fünfmal pro Jahr, 18 % fünf- bis zehnmal, und 30 % mehr als zehnmal.

Die Innovationspreise der Horecava spiegelten dieselbe Richtung wider. Die Kategorie Ausstattung gewann eine Infrarot-Fritteuse — schneller, geringerer Gasverbrauch und ein gesünderes Ergebnis — genau die Art von Ausstattung, um die herum eine Fast-Casual-Küche aufgebaut ist.

3. Wenig und kein Alkohol

Eine knappe Mehrheit der Befragten — 53 % — gibt an, bei einem Besuch in einem Gastronomiebetrieb eine alkoholfreie oder alkoholarme Option zu bevorzugen. Heineken und Amstel führen die Kategorie an, doch auch kleinere Brauereien wie Two Chefs Brewing und Rotterdam City Brewery zeigten auf der Messe neue alkoholfreie Linien.

Unsere Datenbank beziffert den Anteil auf 45 % der niederländischen Bier ausschenkenden Betriebe , die eine alkoholfreie Option führen, Tendenz steigend. Innerhalb von Bars, Cafés und Clubs im Speziellen erreicht die Zahl 79 % — gerade die Betriebe, in denen Trinken der Hauptanlass ist, haben auch das am weitesten entwickelte alkoholfreie Angebot.

Auch alkoholfreie und alkoholarme Spirituosen zeigten sich stark, Gin allen voran. Auf die Frage, was sie anstelle von Alkohol tatsächlich bestellen, nannten die Befragten an erster Stelle Erfrischungsgetränke.

AlternativeAnteil
Erfrischungsgetränke42 %
Mocktails26 %
Alkoholfreies oder alkoholarmes Bier23 %
Alkoholfreier Wein8 %
Alkoholfreie Spirituosen2 %

Bevorzugte Alkoholalternativen. Basis: 1.411 Nutzer der Roamler-App in NL, FR, ES und UK.

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