Die Entwicklung von Fast-Casual- und Social-Dining-Restaurants in ganz Europa

Angerichtete Gerichte auf einem Restauranttisch

Essgewohnheiten und Restaurantkultur unterscheiden sich in Europa stark, jeder Markt mit eigenen Traditionen. Dieser Artikel untersucht, wie sich Restauranttypen entwickeln, welche Küchen wo dominieren und um welche Mahlzeiten Restaurants ihren Service tatsächlich aufbauen.

Die zwei Restauranttypen in unserer Datenbank

Fast Casual. Liegt zwischen Fastfood und Casual Dining: eingeschränkter Service oder Selbstbedienung, hohe Tischrotation, niedrigeres Preissegment und eine fokussierte oder thematische Karte — Pfannkuchen, Pasta und so weiter.

Social Dining. Voller Service, umfangreiche Karte und ein höheres Preissegment als Fast Casual.

Die europäische Restaurantlandschaft

Die folgenden Zahlen vergleichen 2024 mit 2023 in sechs Märkten. Länderspezifische Grafiken von 2021 bis 2024 finden sich am Ende des Artikels.

Grafik zum Vergleich der Entwicklung der Anzahl von Fast-Casual- und Social-Dining-Restaurants in sechs europäischen Ländern zwischen 2023 und 2024

Social Dining steht fast überall unter Druck

Wie wir in einem früheren Artikel festgestellt haben, hatte Social Dining ein schwieriges Jahr, und dieses Muster zeigt sich in weiten Teilen Europas.

Im Vergleich zu 2023 sinken die Zahlen in den meisten Märkten, wobei Spanien mit −1,6 % den stärksten Rückgang verzeichnet. Auch Belgien und Frankreich schrumpften. Der Grund ist naheliegend: Inflation und finanzielle Unsicherheit machen Verbraucher vorsichtiger bei frei verfügbarem Einkommen, und teureres Essengehen ist das Erste, worauf verzichtet wird.

Das Vereinigte Königreich ist die eine Ausnahme, mit einem Plus von 0,4 %. Das ist eine knappe Marge und deutet eher auf Stabilität als auf echtes Wachstum hin — die Art von Position, die sich umkehren könnte, wenn der wirtschaftliche Druck anhält.

Fast Casual wächst weiter

Fast Casual hat sich als widerstandsfähiger erwiesen. Frankreich (−1,9 %) und das Vereinigte Königreich (−2,8 %) gingen 2024 beide zurück, doch anderswo wuchs das Segment — Belgien +5,5 %, Deutschland +4,5 %, Spanien +3,9 %.

Das spiegelt eine Verlagerung hin zu einem Essengehen wider, das praktisch, erschwinglich und schnell ist, ohne auf Qualität zu verzichten. Wo Verbraucher von Social Dining abrücken, landet ein guter Teil dieser Ausgaben bei Fast Casual.

Nationale und pflanzliche Küchen

Wie wir das berechnet haben

Jedes Restaurant in unserer Foodservice Database trägt ein Küchentyp-Label, wodurch sich der häufigste Küchentyp je Land leicht bestimmen lässt. Demo anfragen und es selbst erkunden.

Die kulinarische Tradition prägt die Landschaft weiterhin. In Frankreich, Belgien und Spanien servieren mehr als 20 % der Restaurants eine vollständig nationale Küche — eine starke Verbundenheit mit der lokalen Esskultur, die nicht nachgelassen hat.

Vegetarische Angebote sind die andere wirkende Kraft. Sie liegen in den Niederlanden (18 %), im Vereinigten Königreich (15,9 %) und in Deutschland (14,9 %) am höchsten, und die Verschiebung zeigt sich bei beiden Restauranttypen, da Verbraucher nach gesünderen und nachhaltigeren Optionen suchen. Im Vereinigten Königreich sorgt der Multikulturalismus für eine weitere Ebene: Die indische Küche belegt Platz drei und erweitert das Angebot sowohl von Fast-Casual- als auch von Social-Dining-Betrieben.

Um welche Mahlzeit ein Restaurant aufgebaut ist

Die Mahlzeitvorlieben unterscheiden sich in Europa, und Restaurants richten ihren Service entsprechend aus.

Grafik zum Anteil der Restaurants, die Frühstück, Mittag- und Abendessen anbieten, nach europäischem Land

In den Niederlanden und in Deutschland dominiert das Abendessen: 47,3 % der niederländischen und 46,7 % der deutschen Restaurants bieten es an, und der Abendservice ist das, worauf die meisten von ihnen ausgerichtet sind.

Frankreich und Spanien neigen zum Mittagessen, mit 40,7 % beziehungsweise 40,3 % der Restaurants. Die lange Mittagspause bleibt eine kulturelle Konstante und prägt, wie der Service über den Tag verteilt geplant wird.

Das Frühstück zeigt von den dreien den klarsten Unterschied: serviert von rund 22 % der Restaurants in Südeuropa gegenüber etwa 13 % weiter im Norden.

Fazit

Die Aufteilung zwischen Fast Casual und Social Dining folgt eng dem wirtschaftlichen Klima. Fast Casual wächst dank der Nachfrage nach Bequemlichkeit, Erschwinglichkeit und Flexibilität. Social Dining tut sich überall dort schwer, wo ein höheres Preissegment schwerer zu rechtfertigen geworden ist.

Lokale kulinarische Tradition und das Wachstum pflanzlicher Ernährung werden beide weiter prägen. Fast Casual ist gut aufgestellt, um diese Veränderungen aufzufangen, indem es Schnelligkeit mit der Qualität verbindet, die Verbraucher inzwischen erwarten. Social Dining muss härter daran arbeiten, was es über die Mahlzeit selbst hinaus bietet.

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Unsere Foodservice Database erfasst mehr als 4 Mio. europäische Foodservice-Standorte nach Typ, Küche, Mahlzeitenservice und mehr — laufend aktualisiert.

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Anhang: Länderdetails, 2021–2024

Entwicklung beider Restaurantsegmente in jedem der sechs oben behandelten Märkte.

Niederlande

Grafik zur Anzahl von Fast-Casual- und Social-Dining-Restaurants in den Niederlanden, 2021 bis 2024

Belgien

Grafik zur Anzahl von Fast-Casual- und Social-Dining-Restaurants in Belgien, 2021 bis 2024

Deutschland

Grafik zur Anzahl von Fast-Casual- und Social-Dining-Restaurants in Deutschland, 2021 bis 2024

Spanien

Grafik zur Anzahl von Fast-Casual- und Social-Dining-Restaurants in Spanien, 2021 bis 2024

Frankreich

Grafik zur Anzahl von Fast-Casual- und Social-Dining-Restaurants in Frankreich, 2021 bis 2024

Vereinigtes Königreich

Grafik zur Anzahl von Fast-Casual- und Social-Dining-Restaurants im Vereinigten Königreich, 2021 bis 2024