Was Sind die Neuesten Trends in der Niederländischen Gastronomiebranche?

Innenraum eines niederländischen Cafés mit Gästen an der Theke

HoReCa ist eine Zusammenziehung der drei Segmente, die es umfasst: HOtels, REstaurants und CAfés. Das ist für FMCG-Unternehmen wichtig, weil diese Betriebe Konsumgüter in großen Mengen einkaufen — Lebensmittel, Getränke, Reinigungsprodukte und mehr.

Umfang: alle folgenden Zahlen vergleichen aktive Betriebe im April 2024 mit November 2023, sofern nicht anders angegeben. Quelle: Roamler Foodservice-Datenbank.

Ein Genereller Rückgang

Die Gesamtzahl der aktiven Gastronomiebetriebe sank um 1,4 % im Verlauf der sechs Monate. Mehrere Faktoren ziehen in dieselbe Richtung: Verbraucher, die bei frei verfügbaren Ausgaben sparen, wachsender Wettbewerb zwischen Betrieben und regulatorischer Druck — insbesondere die Rückzahlung der Covid-Kredite, die im Februar fällig wurde.

MonatAktive Betriebe
November 202352.488
Dezember 202352.433
Januar 202452.254
Februar 202451.923
März 202451.867
April 202451.765

Welche Segmente Sind am Stärksten Betroffen?

Der Rückgang verteilt sich nicht gleichmäßig. Bars und Kneipen, Coffee-Bars sowie Take-away- und Lieferbetriebe sanken alle um rund 2 %. Eisdielen fielen um 3,4 %, doch diese Zahl ist mit Vorsicht zu genießen — solche Betriebe sind im Winter typischerweise weniger aktiv, weshalb der Sommerwert der ist, den man im Blick behalten sollte.

SegmentVeränderung
Eisdiele−3,4 %
Bar / Kneipe−2,2 %
Coffee-Bar−2,0 %
Take-away / Lieferung−1,9 %
Restaurant – Social Dining−1,6 %
Fast Food – Salate/Pasta/Nudeln−1,3 %
Lunch / Sandwiches−0,6 %
Fast Food – Schawarma/Kebab−0,5 %
Hotel / Motel−0,9 %
Fast Food – Snacks & Pommes−0,1 %
Restaurant – Fast Casual+0,5 %

Fast Casual bildet die Ausnahme, mit einem Plus von 0,5 %. Wie wir bereits in früheren Artikeln festgestellt haben, bleibt es eines der dynamischsten und widerstandsfähigsten Segmente des Marktes.

Unterschiede Zwischen den Provinzen

Jede Provinz verzeichnet einen Rückgang, doch die Spanne ist groß. Südholland und Groningen fielen am stärksten, um 2,3 %, während Zeeland mit einem Rückgang von 0,7 % am besten standhielt. Fahren Sie mit der Maus über die Karte für das vollständige Bild.

Im Vergleich zum Durchschnitt von 2023

Weitet man den Rahmen und vergleicht die aktuelle Betriebszahl mit dem Durchschnitt von 2023, ändert sich, welches Segment am schlechtesten dasteht. Auf dieser Basis trifft es Social-Dining-Restaurants am härtesten, mit einem Rückgang um 208 Betriebe. Fast Casual entwickelt sich erneut gegenläufig, mit einem Plus von 30.

SegmentBetriebe
Social-Dining-Restaurants−208
Fast-Casual-Restaurants+30

Fazit

Der niederländische Gastronomiesektor ist in sechs Monaten spürbar geschrumpft. Bars und Kneipen, Coffee-Bars und Take-away-Betriebe haben die stärksten Verluste erlitten, während Fast Casual standhielt und leicht wuchs. Die Spanne zwischen den Provinzen ist groß genug, dass eine landesweite Zahl über ein einzelnes Gebiet nur wenig aussagt — ein Argument dafür, Strategie lokal statt national aufzubauen.

All das macht aktuelle Betriebsdaten hier zu einer praktischen Notwendigkeit. Ein Außendienstmitarbeiter, der zu einem vor drei Monaten geschlossenen Standort geschickt wird, ist ein doppelt bezahlter Besuch.

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