Kombucha: Verbraucherbedürfnisse und Potenzial im Foodservice

Kombucha Insights: Out-of-Home-Markt und Verbraucherbedürfnisse — eine Hand nimmt eine Flasche aromatisierten Kombucha aus einem Kühlschrank mit mehreren Kombucha-Sorten

Kombucha hat sich innerhalb des breiteren Trends alkoholfreier Getränke etabliert und taucht in Läden sowie auf den Karten von Lunchrooms, urbanen Cafés und Pubs auf. Häufig bio, zuckerarm und in einer breiten Geschmacksvielfalt erhältlich, positioniert es sich als gesündere Alternative zu Erfrischungsgetränken — wobei der Fermentationsprozess manchen Sorten natürliche Kohlensäure verleiht.

Doch was wollen Verbraucher tatsächlich davon, und wie viel Raum gibt es im Foodservice-Kanal? Wir haben unsere europäische Verbraucherforschung mit Daten aus dem Market Monitor kombiniert, um das herauszufinden.

Wie wir die Daten erhoben haben: ein Fragebogen, den 1.345 Nutzer der Roamler-App in den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Spanien und dem Vereinigten Königreich beantwortet haben, ergänzt durch betriebsgenaue Distributionsdaten aus unserem Market Monitor.

Was Verbraucher sagen

Der erste Befund ist der nützlichste für eine Marke: Trotz des wachsenden Bekanntheitsgrads von Kombucha kannten 60 % der Befragten das Getränk überhaupt nicht. Nachdem es ihnen beschrieben wurde, gaben 85 % dieser Gruppe an, es probieren zu wollen.

Diese Kombination ist ungewöhnlich. Geringe Bekanntheit gepaart mit hoher angegebener Probierbereitschaft bedeutet, dass die Wachstumsbremse bei der Sichtbarkeit liegt, nicht bei der Attraktivität — das deutet eher auf Distribution und Kartenplatzierung hin als auf Produktentwicklung.

Unter denjenigen, die es bereits kennen, ist der Konsum gering. 56 % trinken es selten und nur 6 % regelmäßig, wobei der meiste Konsum zu Hause stattfindet. Die genannten Gründe, es zu trinken, in dieser Reihenfolge: gesundheitliche Vorteile, Geschmack und der Energieschub.

BefundAnteil
Kennt Kombucha nicht60 %
Davon würde es gerne probieren85 %
Von denen, die es kennen, trinken es selten56 %
Von denen, die es kennen, trinken es regelmäßig6 %

Was sie im Foodservice zu zahlen bereit sind

23 % derer, die Kombucha kennen, trinken es in Bars, Pubs oder Restaurants. Innerhalb dieser Gruppe würden 74 % 2–4 € zahlen, und nur 6 % würden bis zu 4–6 € gehen.

Das ist eine schmale Spanne und setzt der Foodservice-Preisgestaltung eine praktische Obergrenze. Eine Marke, die Kombucha als Premium-Alternative positioniert, muss berücksichtigen, dass die Zahlungsbereitschaft oberhalb von 4 € deutlich einbricht.

Wo Kombucha tatsächlich ausgeschenkt wird

Unser Market Monitor verfolgt, welche Marken in Foodservice-Betrieben vertreten sind. Bei der Distribution führen Batu, Butcha, Captain Kombucha und Yaya.

Zwei davon zeigen, wie etablierte Getränkeunternehmen in die Kategorie einsteigen. Batu wird von der Limburger Brauerei Gulpener produziert — ein Bierhersteller, der in den alkoholfreien Bereich vorstößt. Butcha stammt von Vrumona, bereits ein bedeutender Akteur bei Erfrischungsgetränken, das sein Portfolio um zuckerfreie und kalorienarme fermentierte Getränke erweitert.

Das Betriebsprofil ist einheitlich. Kombucha erscheint am häufigsten auf den Karten von Restaurants mit umfangreicher Getränkekarte, in städtischen Gebieten und dort, wo es eine Außenterrasse gibt. Es ist auch zunehmend in Lunchrooms und Cafés vertreten.

Und genau dort liegt die Chance. Der Distributionsanteil am Gesamtmarkt bleibt niedrig, und unsere Messungen zeigen eine beträchtliche Anzahl von Betrieben, in denen der Product-Market-Fit stimmt, Kombucha aber noch nicht gelistet ist. Für eine Marke sind diese Betriebe eine klar definierte Prospecting-Liste statt einer allgemeinen Wachstumsambition.

Welche Betriebe passen am besten zu Ihrem Produkt?

Unser Market Monitor zeigt, wo Ihre Kategorie gelistet ist, wo Wettbewerber stehen und wo die Weißräume liegen — Betrieb für Betrieb.

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