Alkoholfreies Bier hat sich vom Nischenprodukt zum festen Bestandteil des niederländischen Marktes entwickelt. Der Absatz ist seit 2010 um fast 500 % gestiegen, und mittlerweile ist etwa jedes fünfzehnte in den Niederlanden getrunkene Bier alkoholfrei. (Quelle: Nederlandse Brouwers)
Das Sortiment hat sich in fünf Jahren mehr als verdoppelt, wodurch die 0,0-Varianten für Verbraucher kaum noch zu übersehen sind. Wir haben untersucht, was das konkret für die Verfügbarkeit vor Ort bedeutet — in Gastronomie-, Getränke-, Sport-, Convenience-, Übernachtungs- und Eventbetrieben.
1. Verfügbarkeit nach Marke
57 % der Betriebe in diesen Segmenten führen ein alkoholfreies Bier, gegenüber 68 % beim alkoholischen Lager. Der Abstand ist geringer, als die meisten Markenteams annehmen, und die Zahl unterschiedlicher 0,0-Varianten pro Betrieb steigt weiter.
Heineken und Amstel führen bei der Distribution ihrer alkoholfreien Linien. Der auffälligere Befund betrifft Amstel und Bavaria: Beide erreichen mit ihrem alkoholfreien Bier mehr Betriebe als mit ihrem alkoholischen Lager. Hertog Jan 0.0 liegt hinter der Muttermarke zurück, Grolsch liegt gleichauf.
2. Regionale Unterschiede
Die Verfügbarkeit variiert je nach Provinz. Zeeland hat anteilig die größte Abdeckung, während Flevoland gegenüber dem Rest des Landes zurückbleibt.
3. Unterschiede nach Standorttyp
Der Standorttyp spielt eine größere Rolle als die Region. Abhol-, Liefer- und Fast-Food-Betriebe bleiben bei der Verfügbarkeit alkoholfreier Biere weiterhin niedrig.
Sportkantinen entwickeln sich in die entgegengesetzte Richtung und liegen inzwischen auf hohem Niveau — passend zu den Zielen des Nationaal Preventieakkoord, des niederländischen Präventionsabkommens, das auch Ziele zum Alkoholkonsum enthält. Selbst dort hat alkoholfreies Bier das alkoholische jedoch noch nicht eingeholt.
4. Verpackung
Über den gesamten Out-of-Home-Kanal hinweg verteilen sich die Formate wie folgt. Betriebe führen häufig mehr als ein Format, daher ergeben die Zahlen zusammen nicht 100 %.
| Format | Betriebe, die es führen |
|---|---|
| Fass | 67 % |
| Flaschen | Fast 40 % |
| Dosen | 20 % |
Anteil niederländischer Out-of-Home-Betriebe, die Bier in dem jeweiligen Format ausschenken. Mehrere Formate pro Betrieb sind üblich.
Dosen konzentrieren sich auf Fast-Food-Betriebe, wobei Craft-Bier aus der Dose in Kneipen zunehmend verbreitet ist. Flaschen sind das am schnellsten wachsende Format im On-Trade, und unter den Betrieben, die Flaschenbier führen, haben inzwischen 40 % zehn oder mehr Varianten im Sortiment. Alkoholfreies Bier wird am häufigsten aus der Flasche ausgeschenkt.
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