Anhand von Erkenntnissen aus unserem Foodservice Market Monitor kartieren wir die regionale Beliebtheit der symbolträchtigsten Biermarken in den Niederlanden. Eine subtile Verschiebung scheint im Gange zu sein: In manchen Foodservice-Betrieben scheint der Konsum von traditionellem Bier zurückzugehen — oder sich zumindest die Auswahl der geführten Marken zu verändern.
Dieser Artikel betrachtet die beliebtesten Biermarken in den Niederlanden sowie die Verschiebung der Bierpräferenzen in zwei Segmenten: Bars und Cafés sowie Restaurants.
Welche Biermarken Sind am Beliebtesten?
Auf dem niederländischen Biermarkt bleibt Heineken mit knapp 30 % numerischer Distribution (ND) in Bars, Cafés und Restaurants die beliebteste Marke.
Hertog Jan folgt mit rund 15 % ND auf Platz zwei. Die Marke schneidet besonders gut in Friesland (24,4 %), Drenthe (24,1 %) und Groningen (20,3 %) ab.
Grolsch belegt mit 9 % ND den dritten Platz, vor allem getragen von Overijssel (38,2 %).
Ein erheblicher Teil der Distribution entfällt auf Marken außerhalb der traditionellen Marktführer. Marken wie Peroni, Vedett und Corona kommen zusammen auf rund 20 % des Marktes. Zu dieser Gruppe zählen auch Mikrobrauereien, die in den vergangenen Jahren stetig gewachsen sind und das anhaltende Verbraucherinteresse an Craft- und handwerklich gebrautem Bier widerspiegeln.
Fahren Sie mit der Maus über die untenstehende Grafik, um die numerische Distribution nach Provinz und Marke sowie die Veränderung zum Vorjahr zu sehen. Die Zahlen umfassen ausschließlich Bars, Cafés und Restaurants.
Steht der Niederländische Biermarkt vor einem Umbruch?
Ein klarer Trend zeichnet sich ab. Fast alle traditionell beliebten Biermarken verloren im Jahresvergleich Distributionsanteile. Die Ausnahmen sind Grolsch, Hertog Jan und die breitere Gruppe nicht-traditioneller Marken, was auf Widerstandsfähigkeit an einzelnen Stellen und eine sich verändernde Marktdynamik hindeutet.
Heineken verzeichnete trotz seiner Führungsposition den größten Distributionsverlust im Vergleich zum Vorjahr. Hertog Jan gewann einen Prozentpunkt hinzu.
Eine Entwicklung, die es zu beobachten gilt, ist die wachsende Zahl von Betrieben, die überhaupt kein Bier mehr verkaufen — ein Plus von 2 %. Am deutlichsten zeigt sich das in Flevoland, mit einem Anstieg von 5 %.
Der Distributionsrückgang bei den führenden Marken deutet auf eine Verlagerung hin zu gesünderen oder handwerklicheren Optionen hin. Eine im März 2021 durchgeführte Roamler-Studie ergab, dass 30 % von 5.245 Befragten aus Gesundheitsbewusstsein alkoholarme Getränke wählten.
Regionale Unterschiede bei Biermarken
Heineken führt landesweit, doch die Unterschiede zwischen den Provinzen sind erheblich. In Flevoland erreicht die Marke 46 % ND, gefolgt von Zuid-Holland mit 42 %. In Noord-Brabant sind Hertog Jan und Bavaria die am weitesten verbreiteten Marken. In Limburg hält eine Mischung von Marken außerhalb der traditionellen Marktführer die stärkste Position.
Ist 0%-Bier die Antwort?
Die Distribution alkoholfreier 0%-Biere folgt einem eigenen Muster. Mit Ausnahme von Overijssel gewinnen nicht-traditionelle Marken im 0%-Segment an Boden, oft auf Kosten größerer Namen wie Heineken, das in Drenthe 7,7 % verliert, und Jupiler, das in Utrecht 3 % verliert. Der Trend spiegelt sowohl die wachsende Beliebtheit von 0%-Bier als auch eine breitere Entwicklung hin zu gesünderen Lebensstilen und einem stärkeren Bewusstsein für die Wirkungen von Alkohol wider.
Fazit
Der niederländische Biermarkt zeigt sowohl anhaltende Traditionen als auch deutliche Anzeichen von Wandel. Heineken behauptet seine Position als landesweit am weitesten verbreitete Marke, doch die Daten zeigen ausgeprägte regionale Vorlieben und eine sich verändernde Dynamik in Foodservice-Betrieben. Der Konsum von traditionellem Bier geht zurück, während Marken wie Peroni, Vedett und Corona in fast jeder Provinz Distributionsanteile gewinnen — parallel zum Wachstum alkoholfreier 0%-Optionen.
Da sich die Verbraucherpräferenzen weiter verschieben, stehen Brauereien und Betreiber vor einem Markt, der Anpassungsfähigkeit belohnt. Erst die kontinuierliche Beobachtung der Distribution macht diese Verschiebungen früh genug sichtbar, um darauf reagieren zu können.
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