Hohe Temperaturen: Wie Schneiden Händler im Vereinigten Königreich Ab?

Eis- und Tiefkühldessert-Truhen in einem Gang eines britischen Supermarkts

Da die Temperaturen in Westeuropa erneut steigen, wird ein Anstieg der Nachfrage nach gekühlten Getränken, Eis und Grill-Essentials erwartet. Für Händler bringen diese Phasen eine echte operative Herausforderung mit sich: sicherzustellen, dass die Produkte, die Verbraucherinnen und Verbraucher erwarten, tatsächlich im Regal stehen. Um zu verstehen, wie gut Geschäfte mit steigenden Temperaturen umgehen, hat Roamler vier große britische Supermarktketten während einer aktuellen Hitzewelle auditiert — dabei wurde geprüft, ob Kühl- und Tiefkühlgeräte korrekt funktionierten, wie gut gefüllt sie waren, und ob beliebte Sommerprodukte weiterhin im Regal verfügbar waren.

Tiefkühlgeräte Stehen Unter Druck

In den besuchten Geschäften erreichten Getränkekühler im Durchschnitt einen Füllstand von 68 %, während Eistruhen im Schnitt nur 51 % erreichten.

Nahezu leere Dessert-Tiefkühltruhe während des britischen Hitzewellen-Audits Geleertes Regal in einem britischen Supermarkt während des Hitzewellen-Audits

Unter den vier Händlern hatte Waitrose im Durchschnitt die am besten gefüllten Kühl- und Tiefkühlgeräte während des Audits — 70 % bzw. 54 %.

Beliebte Produkte Verschwinden Zuerst

Wenn die Nachfrage stark steigt, greifen Kundinnen und Kunden tendenziell zu bewährten Favoriten. Genau das ergab unser Audit: Magnum fehlte in 47 % der besuchten Geschäfte (ohne Geschäfte mit defekten Tiefkühlgeräten), während Monster, Lucozade, Coca-Cola und Pepsi zu den am häufigsten ausverkauften Getränken zählten.

Im Backwarengang zeigte sich ein etwas anderes Bild: Kundinnen und Kunden schienen eher zu Eigenmarkenprodukten zu greifen. Über alle vier Händler hinweg waren Eigenmarken-Burgerbrötchen in 38 % der Geschäfte ausverkauft, während Warburtons — das am häufigsten nicht verfügbare Markenprodukt — in 22 % der Fälle fehlte.

Auch die Ausstattung Spielt eine Rolle

Hohe Temperaturen setzen auch die Ausstattung unter Druck. Von den besuchten Geschäften hatten 24 % mindestens ein Kühl- oder Tiefkühlgerät, das als nicht ordnungsgemäß funktionierend gemeldet wurde — vereist, defekt oder ausgeschaltet. Fast alle diese Probleme betrafen Tiefkühlgeräte, was den Druck auf Tiefkühlkategorien zusätzlich verstärkt.

Mit Absperrband abgesperrte Eistruhen während des britischen Hitzewellen-Audits
Leerer Tiefkühlgang in einem britischen Supermarkt Leere Wassereis-Truhen in einem britischen Supermarkt

Ausstattungsprobleme zeigten nur geringe Unterschiede zwischen den Händlern: Alle vier verzeichneten zwischen 21 % und 26 % der Geschäfte mit mindestens einem nicht ordnungsgemäß funktionierenden Kühl- oder Tiefkühlgerät — ein Beleg dafür, dass hohe Temperaturen eine gemeinsame operative Herausforderung für den gesamten Lebensmittelhandel darstellen.

Diagramm mit dem Anteil der Geschäfte mit einem Kühl- oder Tiefkühlgeräteproblem, nach Händler

Geplante Sommeraktionen Sorgen für Bessere Verfügbarkeit

Roamler hat außerdem eigene saisonale Displays auditiert, insbesondere solche mit Sommergetränken wie Bier, Cider, Aperol und Pimm's. Fast 6 von 10 Geschäften hatten mindestens ein eigenes Sommerdisplay aufgebaut, und diese Displays schnitten deutlich besser ab als die üblichen Kühlregale — mit einem durchschnittlichen Füllstand von 72,6 % in den Geschäften, in denen sie vorhanden waren.

Eigenes Sommergetränke-Display in einem britischen Supermarkt Saisonales Bier- und Cider-Display in einem britischen Supermarkt Saisonales Sommerdisplay in einem britischen Supermarkt

Unter den auditierten Händlern hatte Morrisons den höchsten Anteil an Geschäften mit einem eigenen Sommerdisplay — 68 % der auditierten Filialen präsentierten mindestens eine saisonale Aktion.

„Tiefkühlprodukte scheinen am schwierigsten verfügbar zu halten zu sein: höhere Verkaufszahlen, komplexere Handling-Anforderungen und die Notwendigkeit, die Kühlkette aufrechtzuerhalten, tragen allesamt dazu bei, dass sich Tiefkühlgeräte während Spitzenzeiten schneller leeren, als sie nachgefüllt werden können.“— Jon Kelly, International Account Director, Roamler

Fazit

Die wiederkehrenden hohen Temperaturen in ganz Europa stellen für Händler eine wachsende Herausforderung dar, da die Nachfrage schnell steigen kann — besonders in Kühl- und Tiefkühlkategorien, wo Verfügbarkeit sowohl von effektivem Bestandsmanagement als auch von zuverlässiger Ausstattung abhängt.

Während einige Händler in bestimmten Kategorien besser abschnitten als andere, zeigte das Audit eine Reihe branchenweit wiederkehrender Muster. Regale während Phasen extremer Nachfrage voll zu halten, bleibt eine gemeinsame Herausforderung — was die Bedeutung von Vorbereitung, operativer Bereitschaft und starker Umsetzung bei steigenden Temperaturen unterstreicht.

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