Expansion in neue Länder während einer globalen Pandemie

Dec 2020

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Im Sommer diesen Jahres, als der Coronavirus scheinbar im Rückzug war,

traf ich zufällig auf einen alten Freund, der mir etwas Aufregendes erzählte: Aktivierung selbstständiger Fachkräfte auf Anfrage, um Geschäftseffizienz zu steigern. Er erzählte mir von einer schnell wachsenden niederländischen Firma, Roamler, die langsam aber sicher zu einer Veränderung dazu beiträgt, wie Menschen in verschiedenen Branchen arbeiten, vom Einzelhandel über Gesundheitswesen zu technischen Installationen. Er erzählte weiter und sprach davon, das Roamler gerade Millionen von Euro dazu verwendet, den Erfolg, den sie mit Installationsservices in den Niederlanden hatten, auf neue Märkte anzuwenden, mit dem Fokus auf Deutschland und Großbritannien. Es war toll, nach 15 Jahren mal wieder miteinander zu reden, aber er fragte mich auch, ob ich am Projekt mitarbeiten und bei der Expansion in diese zwei neuen Länder helfen möchte. 


Und so habe ich meine neue Herausforderung angenommen:  Einführung von Crowd-unterstützten, technischen Installationen in Deutschland und Großbritannien.  

Manchmal bin ich sehr optimistisch und selbstsicher (besonders im Sommer), daher fragte ich meine Familie um Erlaubnis und begann, mit Micha Willemse an einem Plan zu arbeiten. 
Im Laufe der Jahre habe ich gelernt, dass man einen wichtigen Schritt gehen muss, bevor man mit einem neuen Geschäft beginnt: immer erstmal den Markt befragen, bevor man einen neuen Plan aufstellt. In einen neuen Markt einzusteigen bedeutet immer Fehler zu machen und aus Fehlern lernen zu müssen, aber es ist toll, wenn man schon zu Beginn ein paar Stolperfallen vermeiden kann. Daher kontaktierten wir ein weitreichendes Netzwerk lokaler Unternehmer und, zu meiner Überraschung, bekamen wir viele positive Antworten von Unternehmen, die bereit waren, an Brainstorming- und Feedback-Sessions teilzuhaben. Es war toll zu sehen, dass das Bemühen um Effizienz und nachhaltigeren Geschäftsmodellen nach wie vor oberste Priorität und einen gewissen Schmerzpunkt in Europa darstellt. 


Diese Sessions zeigten insbesondere eines auf: den Unterschied zwischen der Art wie Installationen aktuell in den meisten Ländern durchgeführt werden und der Erwartung des Kunden.

Unser Eindruck ist es, dass der deutsche Markt besser reguliert ist als andere europäische Märkte und dass die Verbraucher dort eher dazu geneigt sind, dem vorhandenen Vorgehen zu folgen.  Andererseits scheint der Ansatz in Großbritannien theoretisch kundenorientierter zu sein, aber praktisch mangelt es dort oft an der Qualität. Die Gemeinsamkeit in allen Ländern ist, das ist vielleicht nicht überraschend, der große Unterschied zwischen dem Angebot an qualifizierten, im aktuellen Markt aktiven Technikern und der Nachfrage nach solchen. Im Allgemeinen wurde Roamlers Konzept gut aufgenommen: spezialisierte Fachkräfte auf Anfrage für die Durchführung von wiederkehrenden, großvolumigen, weitverbreiteten Installationen.


Als nächsten Schritt hielten wir es für notwendig, mehr quantitative Daten über diese Märkte zu erhalten, um unser Vorhaben weiter zu verfeinern. Wir führten eine Analyse dazu durch, wie europäische Verbraucher eine Installation zu Hause erfahren und welche Faktoren ihre Zufriedenheit erheblich verbessern können. Diese Analyse lieferte uns einige gute Einblicke. Die Ergebnisse für Europa/Deutschland/Großbritannien können Sie hier finden.  Wenn Sie weitere Fragen haben, schreiben Sie mir einfach. 

Nach dieser Analyse fühlten wir uns gut vorbereitet, um in diese Märkte einzusteigen. Jetzt wurde es Zeit, unsere Teams in Großbritannien und Deutschland aufzubauen und zu erweitern. Mit der Einstellung von Verkaufs- und Betriebsfachleuten zu beginnen, ist eine gute Art und Weise, den Markt besser kennenzulernen und das Vorhaben entsprechend anzupassen, aber die richtigen Leute zu finden, ist natürlich immer eine Herausforderung, wenn man gerade erst dabei ist, sich zu etablieren.

Wir haben aber einige tolle neue Talente in Deutschland und in Großbritannien einstellen können. Wie wir soweit gekommen sind, ist ein Thema für den nächsten Blog.